- Heute geht es um das C bedeutet den Kreislauf!
Bei X haben wir ja schon das TQ angelegt bei Blutungen. Bei B haben wir uns den Brustkobr und den Rücken auf Verletzungen abgesucht. Jetzt geht es darum, den Kreislauf zu beurteilen, und ein genaueren Bloodsweep zu machen. Der Oberkörper ist bereits entkleidet, und Kontroliert. Zur Wärmeerhaltung wenn keine Blutungen vorhanden sind, wird der Betroffene wieder Bekleidet, bzw eine Rettungsdecke unter gelegt. Dazu bei E!
Jetzt müssen wir an den Beinen nach Blutungen suchen. Bedeutet wir entkleiden, bzw öffnen die Hose und tasten von oben an den Oberschenkel richtung Knie entlang. Erst Außen, dann die Innernseite. Und das am rechnten wie auch am linken Bein.
Im Anschluss, kommen die Unterschenkel bis zum Knie dran, dabei fasst man von unten in die Hosenbeine und fährt an den Unterschenkel bis zum Knie.
Es ist Hilfreich, wenn dabei die Hosenbeine Aufgeschnitten werden, damit man im Fall einer Verletzung auch dran kommt.
Nun ist man am Fuß angekommen. Jetzt muss der Stiefel (Schuh) und die Socken ausgezogen werden. Man schaut sich die Knöchel an, und Fußrücken, damit wir eventuelle Einblutungen erkennen können.
Im Anschuss muss auch noch der Schritt, bzw der Genitalbereich auf Verletzungen Unterschucht werden. Dabei ist zu beachten, dass bei Neurologische ausfälle (Ausfälle der Nerven) Urin und Stuhl austreten kann. Oder bei inneren Verletzungen aus Harnröhre oder Darm eine Blutung auftreten kann.
Haben wir nichts gefunden, wird der Verunfallte wieder Angezogen, bzw die Rettungsdecke die am Rücken bereits am Körper liegt, Am Gesäß über den Schritt nach vorne geführt und in den Hosenbund fixiert wird.
Für einen Geübten Ersthelfer dauert die gesamte Untersuchung gerade mal 3 Minuten. Dann ist aber das Gesamte Schema komplett Abgearbeitet.
Zum C möchte ich noch die Verbandstoffe Vorstellen. Die auch in ein gut sortiertes IFAK gehören!
- Zum einen das Emergancy Bandage oder Umgangssprachlich Israeli genannt. Politisch nicht wirklich Korrekt, da sich einige Bevölkerungsgruppen dadrüber Beschweren. Deswegen auch in der Bundeswehr Emergancy Bandage (EB) oder im Zivilen der Notverband.
Historisch kommt das EB tatsächlich aus Israel. Ein Israelischer Militär-Arzt hat das heute zu bekommene EB weiterentwickelt und in den Konflikten testen können.
In Amerika wurde es Erstmals 2011 bei den Anschlägen in Tucso von einem SWAT Medic Officer eingesetzt. Aufgrund dessen erfahrungen wurde es Vermehrt eingesetzt. Ausführlich getestet wurde es in den NATO Missionen in Bosnien und Irak.
Es besteht aus einer Elastischen Binde, mit einer starken Saugkompresse auf der Vorderseite ist ein Dreieck mit kleinen Wiederhaken angebracht.
Wenn man es einsetzen möchte/Muss, kommt die Kompresse auf die Wunde, und das Dreieck direkt neben die Wunde. Es wird dann mit einem Bindengang um das Betreffende Körperteil Gewickelt. Sobald man am Dreieck angekommen ist, wird die Binde durch das Dreieck geführt und zurück Geschlagen. Das erzeugt den Druck auf die Wunde. Mit jedem Bindengang wird der Verband Fester. Zum Schluss wird die Klammer am Ende in die Binde eingehängt, und dadurch Fixiert man das Ende, ohne weitere Hilfsmittel.
Das EB ist so Konzipiert, dass sich ein Verletzter ohne Hilfe selbst Versorgen könnte. Es ist einfach aber Effektiv!
Das EB wird in Zwei Verpackungen Geliefert. In einer Lichtundurchlässigen und einer Durchsichtigen Verpackung. In der Einsatzvorbereitung wird Teils Beigebracht, die Undurchlässige Verpackung zu entfernen. Das wird aber Allgemein nicht empfohlen, da das ein Schutz vor Mechanischen Einflüsse bietet. Ein Riss in der Durchsichtigen Verpackung, und das EB ist weder Wasserfest verpackt, noch Keimfrei.
- Das nächste wäre das QuickClot oder Combat Gaze.
Das ist ein Verbandstoff, das Ursprünglich als Granulat hergestellt wurde, um es in die Stark blutenden Wunden einzubringen. Das Patent geht zurück ins Jahr 1985. Die Idee dahinter ist, das Granulat reagiert mit dem Blut in der Wunde und entzieht das Wasser, somit wird das Blut Verdickt und Verschließt die Wunde. Das Problem mit dem Granulat war zuerst, dass es eine Chemische Reaktion gab, und Heiß wurde. Dabei haben sich die Soldaten die Wundränder Verbrannt. Das hatte man in den letzten Jahren in den Griff bekommen. Das nächste Problem mit dem Granulat bei stark Blutenden Wunden war, dass es nicht ausgeschwemmt wurde und es dadurch nicht Tiefgenug in den Wundkanal gebracht werden konnte.
Deswegen hat man sich erst einen Aplikator dann Kompressen und Gaze einfallen lassen.
Das Quichclot wird aus dem Panzer von Krustentieren gewonnen. Mitlerweile gibt es die Verschiedenen Hersteller auf dem Markt.
Vorgehensweise ist aber immer die Selbe:
Erst Tastet man im Wundkanal nach einer Blutung, hat man diese Gefunden, wird versucht diesen mit einem Bauchtuch oder Ähnliches Trocken zu legen.
Dann bringt man die Gaze mit Druck in den Wundkanal ein, und führt solange Material nach, bis der Wundkanal ausgefüllt ist. Der Druck bleibt solange aufrechterhalten, bis die Wundhöhle und der Kanal ausfefüllt ist. Anschließend wird das Übrige Material oben auf die Wunde für 2-5 Minuten gepresst, damit der Wirkstoff mit dem Blut reagieren kann.
Zum Schluss verbindet man die Wunde mit einem EB oder normalen Verband.
Wichtig!
Im Bauchbereich wird nicht mit Druck gearbeitet. An dieser Stelle wird kein Woundpacking betrieben, sondern nur ein normaler Verband oder wenn Darmschlingen Austreten abgedeckt und mit wasser befeuchtet.